NRW stärkt Fluggastrechte

Bianca Winkelmann begrüßt Idee einer App

Wenn das Flugzeug zu spät kommt, bedeutet das für den Passagier oft nicht nur Ärger, sondern auch großen bürokratischen Aufwand bei der Entschädigung. Hier möchte die NRW-Koalition ansetzen und stärkt die Fluggastrechte.

"Viele werden es kennen: Man freut sich auf den lang erwarteten Urlaub und gerade zur Ferienzeit hat der eigene Flug dann stundenlang Verspätung. Dass den Reisenden dann Ansprüche zustehen, wissen jedoch nur wenige Passagiere. Da nehmen wir als NRW-Koalition die Fluggesellschaften nun mehr in die Pflicht", sagt Bianca Winkelmann angesichts eines nun im Landtag verabschiedeten Antrages.

Dieser will die Fluggesellschaften stärker in die Pflicht nehmen, die Verbraucher angemessen über ihre Rechte zu informieren. Konkret bedeutet das unter anderem, dass in enger  Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale NRW eine App entwickelt werden soll, um den Betroffenen eine bürokratiearme und schnelle Hilfe zu bieten, um ihre Ansprüche durchzusetzen. "Das ist eine gute Nachricht für alle Fluggäste. Denn damit stärken wir die Verbraucherinnen und Verbraucher in NRW", ist Bianca Winkelmann überzeugt. Sie ist Sprecherin ihrer Fraktion im für Verbraucherschutz zuständigen Ausschuss.

Auch Ministerpräsident Armin Laschet unterstützt dies. Auf dem Luftfahrt-Gipfel in Hamburg sagte er: "Es muss Schluss sein mit dem monatelangen Papierkrieg, der dazu noch unsere Gerichte belastet. Nach EU-Recht ist ein Flug mit einer Verspätung von mehr als drei Stunden wie eine Annullierung zu behandeln. Ersatzansprüche bei solch einer Verspätung oder Ausfall des Flugs direkt bei Vorlage des Flugtickets erstatten - warum soll dieser Service unmöglich sein?" 


Hintergrund:

Die Flughäfen in Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, sind hochfrequentiert. Allein in den Sommerferien flogen vom Flughafen Düsseldorf etwa 3,9 Millionen Fluggäste ab. Köln-Bonn verzeichnete mit rund 2,1 Millionen einen Rekord und auch Dortmund hatte 331.000 Fluggäste. Zeitgleich nehmen die Verspätungen und Ausfälle drastisch zu. Allein im Juli 2018 gab es deutschlandweit fast 3.200 Flugausfälle. Im ersten Halbjahr 2018 haben sich die Problemflüge gegenüber dem gleichen Zeitraum 2017 verdoppelt.

Nach oben